HBD Dammen – Artikel am Wort

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Im Umbruch

Düdelingens Handballfrauen siegen gegen Mitfavorit Diekirch und bleiben im Titelrennen

VON ANDREA WIMMER

Die Handballfrauen aus Düdelingen haben 13 Titel in neun Jahren gewonnen. Doch die Mannschaft musste personelle Veränderungen verkraften, die Konkurrenz wurde größer. Mit dem Sieg gegen Mit- favorit Diekirch bleibt der HBD im Titelrennen.

Diesmal spielte auch die Wut mit. Eine Woche zuvor war das Frauenteam des HB Düdelingen als Titelverteidiger überraschend aus dem Pokalwettbewerb ausgeschieden. Damit sind die Düdelingerinnen, die seit 2009 sechs Meister- und sieben Pokaltitel im Handball gewannen, erstmals seit vielen Jahren nicht im Halbfinale in der Coque dabei. Im Topspiel der Meisterschaft gegen Diekirch wollte die Mannschaft daher besonders viel. „Der Ärger über das Ausscheiden aus dem Pokal hat mich dazu gebracht, alles zu geben. Wir mussten diesmal unbedingt gewinnen“, beschrieb Svenia Gambini die Stimmungslage.

Starke Konkurrenz

Es war ein ziemlicher Kampf, schließlich distanzierte Düdelingen den Mitfavoriten Diekirch mit dem 27:22-Erfolg in der Tabelle auf vier Punkte. Die Mannschaft um Kapitänin Kim Wirtz bleibt Spitzenreiter HB Käerjeng auf den Fersen. „Die Reaktion auf die Pokalniederlage war hervorragend. Es war ein Sieg des Kollektivs, die Einstellung war super“, lobte Trainer Henri Mauruschatt.

Seine Spielerinnen haben in dieser Saison nicht nur mit den Gegnerinnen, sondern auch mit internen Veränderungen zu kämpfen. „Die Überlegenheit früherer Jahre ist nicht mehr vorhanden“, so Mauruschatt. Die Konkurrenz wurde stärker. Und im HBD-Team haben die erfahrenen Kim Thies, Catherine Greisch, Nora Fischbach und Claudine Schaffener aufgehört. Die Ex-Kapitänin, die sich beim Saisonstart schwer verletzt hatte (siehe Kasten), fehlt besonders. „Kim Thies hat das Ganze in den vergangenen Jahren mit ihrer Erfahrung und Einstellung zusammengehalten“, so der Trainer. Thies versucht nun seit einigen Spielen, den Kolleginnen als Coach für die Defensive zu helfen.

„Wir müssen als Mannschaft neu zusammenfinden und die jüngeren Spielerinnen einbinden“, so Gambini, die selbst erst 19 ist, aber schon länger in der Mannschaft ist. Neu ist die 18-jährige Nationalspielerin Dea Dautaj, die laut Mauruschatt bereits viel Verantwortung übernimmt. Gegen Diekirch war sie mit sieben Treffern beste Werferin. „Es läuft gut. Die Mitspielerinnen haben mich schnell integriert“, sagt sie selbst.

Diekirch erwies sich erneut als schwerer Gegner, nachdem es im Hinspiel ein Unentschieden gegeben hatte. Obwohl die Frauen aus dem Norden gehandicapt waren, blieb die Partie lange offen. Routinier Anne Steuer verletzte sich beim Aufwärmen am Fuß und spielte später mit Tapeverband, Jill Zeimetz war nach einer Blessur am Mund ebenfalls angeschlagen. „Wir hatten sehr viel Pech, aber wir geben jetzt nicht auf. Wir haben uns in dieser Saison schon sehr gesteigert“, sagte die erst 17-jährige Nationalspielerin Kim Frauenberg, die ebenfalls sieben Treffer erzielte. „Diesmal hat es nicht sein sollen“, meinte Steuer. Im Titelkampf wollen sie und ihre Mannschaft trotzdem weiter mitmischen: „Auf jeden Fall. Wir spielen noch ein paar Mal gegeneinander.“

Luxemburger Wort vom Dienstag, 11. Dezember 2018, Seite 34 (4 Views)